Der drahtige Senior von der Leichtathletikabteilung des TV Burglengenfeld holte sich die deutsche Vizemeisterschaft im Hochsprung

Burglengenfeld (bpf) Der vielseitig talentierte Senior Andreas Bauer von den Burglengenfelder Leichtathleten zeigte bei den deutschen Meisterschaften und danach bei den Hallenweltmeisterschaften herausragende Leistungen. Bei den deutschen Hallenmeisterschaften schaffte er die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Ungarn.

Trotz eines oft 10 stündigen Arbeitstages schafft es der 52 jährige Andreas Bauer sich für die Leichtathletik in Form zu bringen, bzw. überhaupt sich zu motivieren und sich im Wettkampfsport zu behaupten. Trainiert wird überall, auch auf Dienstreisen oder am Wochenende, wenn er mehr Zeit hat für sein Hobby.

Auch lies er sich von einem Achillessehnenabriß vor ein paar Jahren nicht von seinem Hobby abhalten und war nach einem Jahr Aufbautraining wider voll belastbar. Seine Technik und den Feinschliff holt er sich im Training der Leichtathletikabteilung. Seine Spezialdisziplinen sind der Wurfbereich und der Hochsprung. Beim anspruchsvollen schwierigen Hochsprung kann er oft seine technische Stärke ausspielen.

   
   

Um überhaupt bei den Hallenweltmeisterschaften starten zu können, musste er erst die Hürde der Qualifikation nehmen. Dazu nahm er im Vorfeld bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Erfurt teil. Vergangenes Jahr hatte er dazu bei verschiedenen Wettkämpfen die Qualifikation im Hochsprung und Speerwurf geschafft.

Recht knapp war die Entscheidung im Hochsprung. Mit 1,67 m schaffte er fast seine persönliche Bestleistung und erkämpfte sich zusammen mit einem anderen Konkurrenten mit der gleichen Höhe die deutsche Vizemeisterschaft. Auch im Speerwurf lies er mit 41,58 m einen guten Wurf raus. Dafür wurde er mit Rang 7 belohnt.


Die 6. Seniorenweltmeisterschaften ein Highlight in seiner Leichtathletiklaufbahn

Da die Weltmeisterschaften dieses Jahr in Ungarn stattfanden und er die Qualifikation dafür schon im Sack hatte, meldete er sich kurzer Hand zu diesem Topevent an. Mit etwas flauen Magen machte er sich auf den Weg in die Hauptstadt Ungarns zu den 6. Seniorenhallenweltmeisterschaften der Senioren. Mit 3800 teilnehmenden Athleten aus der ganzen Welt, war es schon etwas besonderes auch mit dabei zu sein. Die Mammutveranstaltung mit über 10 000 Starts hatten die Veranstalter gut im Griff und erhielt von allen Seiten viel Lob für die Organisation.

Am Tag nach der Anreise holte er sich seine Startnummern im SYMA-Sportzentrum ab und machte sich ein Bild von den Wettkampfstätten, die alle super hergerichtet waren. In zwei Hallen wurde das Programm ohne große Verzögerungen durchgeführt. Seinen ersten Wettkampf hatte er bereits am Tag nach der Anreise. Mit etwas Kribbeln im Magen marschierte er zum Start.
   
Nachdem Wiegen des Speeres, machte er sich mit seinen Konkurrenten warm. So richtig warm wurde ihm jedoch, als er erfuhr, dass ein ehemaliger Weltmeister und Olympiasieger mit am Start waren. Leider ging dann bei ihm buchstäblich gar nichts mehr, vermutlich war die Aufregung zu groß. . Der Anlauf stimmte nicht und beim Abwurf bekam er den Speer nicht so richtig in Griff. So blieb er mit 34,02 m weit hinter seinen Möglichkeiten zurück und musste sich mit Platz 14 zufrieden geben.

Doch am nächsten Tag war davon nichts mehr zu spüren und er ging frohen Mutes zum Start in seiner Lieblingsdisziplin dem Hochsprung. Locker schaffte er die Anfangshöhe von 1,55 m, auch die 1,60 m übersprang er mühelos. Dann wurde die Latte auf 1,63 m gelegt, auch hier war noch Luft dazwischen, ebenso bei 1,66 m. An der Höhe von 1,69 m bis er sich jedoch die Zähne aus, nur knapp riss er die Latte. Doch mit der übersprungenen Höhe und Rang 11 zeigte er sich voll auf zufrieden. Mit vielen Tipps und Ratschlägen von seinen Gegnern in der Tasche fuhr nach tollen vier Tagen in der schönen ungarischen Hauptstadt wieder zurück nach Burglengenfeld.